Hier erhaltet ihr wie von uns versprochen die Zusammenfassungen der Vorträge zum Thema “Staatsexamen und dann…” vom 12. März 2009 jeweils einmal den Vortrag von Hans Gampe für die Beruflichen Schulen und einmal den von Monika Gessat für die Gymnasien:
(Gymnasium wird in kürze folgen)
Am Donnerstag, 12. März 2009, veranstaltet das GEW Uni-Team um 19 Uhr gleich zwei Vorträge, auf denen wichtige Fragen zum Vorbereitungsdienst (VD18) an Gymnasien bzw. an beruflichen Schulen geklärt werden sollen.
Als erfahrene Referenten konnten wir hierfür zum einen die Gymnasiallehrerin und Vorsitzende der Landesfachgruppe Gymnasien der GEW, Monika Gessat, gewinnen. Sie wird im Raum O 151 (Schloss Ostflügel) zahlreiche Fragen rund um die Ausbildung an den Gymnasien und Lehrerseminaren beantworten.
Parallel hierzu wird Hans Gampe, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Lehrer an einer kaufmännischen beruflichen Schule, im Raum O 145 (Schloss Ostflügel) über das Referendariat an den beruflichen Schulen informieren.
Wenn dich also das Bewerbungsverfahren genauer interessiert, du Fragen zu deinen Rechten und Pflichten als RefendarIn hast oder du einfach wissen willst, worauf du in diesen 18 Monaten achten solltest, dann schau einfach vorbei! Auch andere Fragen werden gerne von den Referenten beantwortet.
Übrigens: Es ist keine Anmeldung erforderlich und du musst auch kein GEW-Mitglied sein!!
Hier findest du noch einmal alle Infos kompakt auf unseren Flyern:
Zum 01.Januar 2009 hat die Landesregierung einige Regelungen zu den Studiengebühren geändert. Dadurch ergeben sich einige Befreiungsmöglichkeiten, unter anderem für Studierende, die ein Kind erziehen oder die zwei oder mehr Geschwister haben. Beispiele für den letztgenannten Fall sowie weitere Änderungen könnt ihr hier nachlesen: Studiengebühren Änderungen (02/2009).
Alle Informationen zur Regelung an der Uni Mannheim sowie die dazu nötigen Antragsformulare könnt ihr hier finden.
Unser erstes offizielles Treffen im Sommersemester 2009 findet am 5. März 2009 um 18:30 Uhr im Rosa-Luxemburg-Saal im Studierendenhaus im 2. OG in L4, 12 statt.
Ihr seid alle herzlich dazu eingeladen!
Die deutsche Jugendaustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. bietet Studierenden die Möglichkeit im Sommer 2009 für drei bis elf Monate als Hilfslehrer im Ausland zu arbeiten. Bewerbungsschluss für das “Community Service Programm” ist allerdings am 15. Januar 2009! Es gibt hierbei zahlreiche Einsatzländer, u.a. auch Großbritannien und Australien. Weitere Informationen findet ihr hier.
Pressemeldung der Bundes-GEW vom 22.10.2008:
Frankfurt a.M. / Dresden – „Merkels ‚Bildungsrepublik Deutschland’ ist tot. Die Bundeskanzlerin hat mit ihrem Projekt Bildungsgipfel Schiffbruch erlitten. Die Ministerpräsidenten der Länder haben den Bildungsgipfel geschliffen. Der Kirchturms-Föderalismus hat gesiegt. Das Dresdener Treffen ist leider ein Gipfel der Unverbindlichkeiten. Von einer nationalen Strategie zur Weiterentwicklung des Bildungswesens, bei der Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen, kann keine Rede sein“, sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die heute vorgestellten Ergebnisse des Bildungsgipfels der Bundeskanzlerin.
Nach Auffassung des GEW-Vorsitzenden ist die Dresdener Erklärung – wie viele befürchtet haben – weitgehend ein Sammelsurium längst beschlossener Maßnahmen. Sie rechtfertigt die Überschrift ‚Bildungsgipfel’ nicht. „Die Frage muss erlaubt sein: Welche Projekte wären nicht in Angriff genommen worden, wenn es diesen Gipfel nicht gegeben hätte?“, erklärte Thöne. Zentralen Beschlüssen mangele es an inhaltlicher Substanz:
„Dabei gibt es dringenden Handlungsbedarf. Der klein karierte Streit zwischen Bund und Ländern vor dem Bildungsgipfel hat klar gemacht: Wir müssen den Wettbewerbsföderalismus überwinden, wenn wir die notwendigen Bildungsreformen umsetzen und eine bessere Finanzierung des Bildungssystems sicher stellen wollen“, sagte der GEW-Vorsitzende.
„Die Bundesrepublik braucht flächendeckend gute Ganztagsangebote für Kindergärten und Schulen, alle Kinder und Jugendlichen sollen mindestens bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen, Bildungsgebühren müssen abgeschafft werden – vom Kindergarten bis zur Hochschule“, stellte Thöne zentrale Maßnahmen der Bildungsgewerkschaft vor. Die soziale Herkunft dürfe nicht mehr den Bildungserfolg der Menschen bestimmen. Deutschland brauche das „Recht auf Bildung“. Eine solide Finanzierung des Bildungsbereichs sei dabei Grundlage für eine höhere Qualität von Bildung und gute Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen. „Gute Bildung ist zwar teuer – schlechte Bildung ist jedoch noch teurer“, unterstrich Thöne.
Die “Welt Online” (11.10.2008) berichtet von der Bildungsinitiative des Frankfurter Zukunftsrates, einem Gremium, bestehend aus 30 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wissenschaft, wie u.a. der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und der Pädagoge Bernhard Bueb. Der Rat spricht sich für eine “Entbeamtung” des Lehrerberufs und eine Ganztagsbetreuung ab der Grundschule aus.
“Berlin - Seit Wolfgang Clement kein politisches Amt mehr innehat, erteilt er den ehemaligen Kollegen gern Ratschläge. Mal tritt der Bundeswirtschaftsminister a. D. dabei als Publizist in Erscheinung, mal als Mitglied wissenschaftlicher Vordenkerzirkel.
So ist Clement seit einigen Monaten stellvertretender Vorsitzender des “Frankfurter Zukunftsrates”. Das ist eine Abspaltung des “Konvents für Deutschland”, eines Beratergremiums unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Der Konvent befasst sich seit fünf Jahren mit einer Reform des deutschen Föderalismus - für Clement offenbar ein zu enger Themenkreis. Die Mitarbeit dort habe er als “nicht hinreichend” empfunden, sagte Clement. Deshalb trat er aus dem Konvent aus und widmet sich nun mit 30 weiteren Persönlichkeiten dem Zukunftsrat.
Der hat einen umfassenderen Anspruch, soll ganzheitliche Konzepte zur Zukunft Deutschlands entwerfen und an die Politik herantragen. Die Themen sind weit gespannt, es geht um Lösungsvorschläge für die Probleme bei Erziehung und Bildung, Politik und Wirtschaft, Einwanderung und Integration, Klimawandel und Globalisierung. Dem Kreis gehören Wissenschaftler wie der Hirnforscher Wolf Singer und der Philosoph Peter Sloterdijk ebenso an wie der ehemalige Leiter des Internats Salem, Bernhard Bueb, oder die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro. Die Politikerriege wird neben Clement (SPD) von Friedrich Merz und Oswald Metzger (beide CDU) repräsentiert.
Als erster Arbeitskreis des Zukunftsrates stellte gestern die Abteilung Erziehung und Bildung seine Thesen vor. Clements Auftritt in der Bundespressekonferenz begann mit einem Schuldeingeständnis: “Ich gehöre ja selbst zu der Generation von Politikern, die sich lange nur mit der Veränderung von Strukturen auseinandergesetzt haben.” Gerade die SPD habe sich zu stark auf die Frage der Einführung von Gesamtschulen konzentriert. Nötig seien dagegen Reformen, die sich mit der Veränderung der Personen befassten, die diese Strukturen mit Leben füllen sollen: den Lehrern.
Clement und der Leiter des Arbeitskreises, Bueb, forderten ein radikales Umdenken in der Bildungspolitik,
ohne das Deutschland im internationalen Vergleich nicht bestehen könne. Nötig seien eine neue Definition des Lehrerberufs und eine flächendeckende Versorgung mit Ganztagsschulen. “Lehrer müssen wieder Erzieher werden”, sagte Bueb. Sie sollten sich nicht nur als “Unterrichter” verstehen, sondern zu “Menschenbildnern” werden. Lehramtsstudenten müssten ihre grundsätzliche Berufseignung bereits am Anfang des Studiums prüfen, forderte der Pädagoge.
Nach Ansicht des Zukunftsrates darf sich Bildung nicht auf Wissenserwerb beschränken, sondern muss die umfassende Persönlichkeitsbildung der Kinder zum Ziel haben. Die richtige Institution dafür sei die
Ganztagsschule, die schon im Kindergarten eingeführt werden und ab der Grundschule verpflichtend sein müsse.
Zur Umsetzung dieser Ziele seien drei Schritte wichtig, sagte Clement. Zunächst gehöre der Bildungssektor “entbeamtet”. Das Beamtentum setze falsche Anreize, viele Studenten strebten das Lehramt nur wegen der Sicherheiten an. Dann müsse eine Stiftung Zukunft geschaffen werden, ausgestattet mit zehn Milliarden Euro. Und schließlich müssten die Länder ihre Erlöse aus der Erbschaftsteuer komplett in Schulen investieren.” Thorsten Jungholt
Mehr zum Frankfurter Zukunftsrat, einem Gremium, das im März 2008 gegründet wurde und es sich zum Ziel gesetzt hat, ganzheitliche Konzepte für die Zukunft Deutschland zu entwickeln, finden Sie hier.
In einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Wochenzeitung DIE ZEIT stellen die Befragten den Lehrerinnen und Lehrern an deutschen Schulen ein gutes Zeugnis aus. 64 Prozent bescheinigen ihnen “gute“ oder “sehr gute“ Arbeit.
Lediglich 25 Prozent der 1000 Befragten über 18 Jahre sind der Meinung, Lehrer zeigten “weniger gute“ oder “schlechte“ Leistungen im Beruf.
Mit der pädagogischen Ausbildung der Lehrkräfte sind die meisten Umfrageteilnehmer nicht zufrieden: 63 Prozent geben an. sie entspreche nicht den Anforderungen. Nur jeder Vierte hält die Lehrerausbildung für ausreichend.
Die große Mehrheit, 82 Prozent der Befragten, ist der Meinung, Lehrer müssten häufig Erziehungsaufgaben von Eltern übernehmen. Dagegen finden nur 39 Prozent, dass Eltern oft Fehler von Lehrern ausgleichen müssten.
Allerdings wird auch Kritik laut: Dass es zu viele Lehrer gibt, die für den Beruf wenig geeignet sind, meinen 58 Prozent. Fast die Hälfte der Befragen bemängelt, dass Lehrer sich zu häufig über ihre Arbeit beklagten und 41 Prozent geben an, Lehrer könnten nicht mit Kritik umgehen.
Weitere Informationen: ZEIT Online “Deutsche stellen Lehrern ein gutes Zeugnis aus” (24.09.2008)
Unsere Treffen finden in diesem Semester ein wenig unregelmäßig nach Absprache statt, da der Großteil zur Zeit sein Schulpraxissemester absolviert bzw. sich im Ausland befindet. Wenn du also auch über bildungspolitische Themen diskutieren und dich für die Interessen der Lehrämtler bzw. Hiwis einsetzen möchtest, schreib einfach eine Mail an gewteam[at]mail[punkt]uni[minus]mannheim[punkt]de und du erfährst schnellstens den nächsten Termin für unser Treffen.
Dein GEW Uni-Team
Hallo und schön, dass du dich auf der Seite des GEW Uni-Teams umschaust! Die Homepage befindet sich noch im Aufbau und wird in den nächsten Wochen mit vielen weiteren Informationen für Lehramtsstudierende und wissenschaftliche Hilfskräfte gefüllt. Wenn du allerdings Lust hast, dich aktiv für die Interessen deiner KommilitonInnen einzusetzen, über bildungspolitische Themen zu diskutieren oder einfach das Campusleben an der Mannheimer Uni durch spannende Veranstaltungen zu bereichern, dann bist du bei uns richtig!
Unser erstes Treffen findet am Dienstag, 09. September 2008, um 19.30 Uhr im Gebäude des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in L7,1 statt. Treffen ist vorm Haupteingang des Gebäudes. Wir freuen uns auf dein Kommen!!
Wenn du weitere Fragen und Anregungen hast, sind wir über folgende E-Mail-Adresse erreichbar: gewteam[at]mail[Punkt]uni-mannheim[Punkt]de
Dein GEW Uni-Team